Brandklassen
Zur leichteren Zuordnung der geeigneten Löschmittel zu brennbaren Stoffen, teilt man brennbare Stoffe in vier verschiedene Brandklassen ein:
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Klasse A: Brände fester
Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die unter Flammen- und
Glutbildung verbrennen. Die Flamme entsteht durch Verbrennung leichtflüchtiger
Kohlenstoffverbindungen, die aus dem festen brennbaren Stoff durch
Verbrennungswärme freigesetzt werden (Pyrolyse). Die Glut wird durch
den nichtflüchtigen festen Kohlenstoff gebildet. Zur Brandkasse A gehören z.B. Holz, Stroh, Kohle, Papier. |
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Klasse B: Brände von flüssigen
oder flüssig werdenden Stoffen. Diese Stoffe haben die Eigenschaft,
brennbare Dämpfe zu entwickeln. Es brennen nur die Dämpfe, daher ist
nur eine Flamme zu sehen, keine Glut. Zur Brandklasse B gehören z.B. Benzin, Alkohol, Öle, Fette, Lacke, Paraffin, Teer |
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Klasse C: Brände von Stoffen,
die bei Zimmertemperatur gasförmig sind. Auch bei Brandklasse C ist nur
eine Flamme, aber keinerlei Glut zu beobachten. Zur Brandklasse C gehören z.B. Wasserstoff, Methan, Acetylen, Propan, Butan. |
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Klasse D: Brände von Metallen.
Metalle entwickeln bei der Verbrennung extrem hohe Temperaturen um 3000
°C. Brände mit so hohen Temperaturen können nicht mit
"normalen" Löschmitteln bekämpft werden. Zur Brandklasse D gehören insbesondere brennbare Leichtmetalle wie Magnesium und Aluminium, welche oft im Kfz-Bereich verwendet werden, sowie Natrium und Kalium. |
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Klasse F: Seit Januar 2005 gibt
es die neue Brandklasse F. Diese steht für Brände von Speiseölen/ -
fetten in Frittier- und Fettbackgeräten. Diese Brände gehören grundsätzlich zur Brandklasse B, aber auf Grund der besonderen Gefahren und Eigenheiten dieser Brände wurde hierfür eine eigene Brandklasse geschaffen. (Ein offizielles Piktogramm für diese Brandklasse gibt es noch nicht) |
Grundsätzlich ist Wasser ein ideales Löschmittel. In über 94% der Löscheinsätze wird Wasser verwendet. Wasser ist einfach und in großen Mengen verfügbar. Reines Wasser ist allerdings nur für Brandklasse A geeignet.
Mit Wasser nicht mischbare Flüssigkeiten (z.B. Benzin -
Brandklasse B) können im Brandfall nicht mit Wasser bekämpft werden. Es
besteht sogar die Gefahr einer Brandausbreitung. Die Flüssigkeiten haben
eine geringere Dichte als Wasser und schwimmen somit auf dem Wasser.
Mischt man Wasser mit Schaummittel zu Löschschaum, so ist es möglich, diese Brände
zu bekämpfen. Durch die gebundene Luft ist die Dichte des Löschschaum sehr
gering, und der Schaum legt sich über die brennbare Flüssigkeit.
Bei Bränden mit sehr hohen Temperaturen (z.B. Magnesium - Brandklasse D) ist Wasser aber das völlig falsche Löschmittel - egal mit welchem Zusatz. Wasser ist eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff (H20). Bei diesen hohen Temperaturen spaltet sich die Verbindung. Der Sauerstoff aus dem Wasser reagiert mit dem Magnesium und es wird leicht entzündlicher Wasserstoff freigesetzt der mit Luft ein explosives Gasgemisch bildet (Knallgas).
Ihr Feuerlöscher zuhause ist üblicherweise mit ABC-Pulver gefüllt,
welches, wie der Name schon sagt, für Brandklasse A, B und C geeignet ist.